Google- und Trustpilot-Bewertungen neben den eigenen: der Gesamteindruck zählt

Wer sein Google- oder Trustpilot-Konto verknüpft, sieht alle Bewertungen an einem Ort — und Leser sehen ein ehrlicheres Bild.

local-index.de Redaktion5 Min. Lesezeit
Ladeninhaberin schaut auf ein Tablet mit Bewertungen aus mehreren Quellen, Verkaufsraum im Hintergrund

Die meisten Betriebe haben Bewertungen an mehreren Stellen. Bei Google, weil Kunden dort ohnehin suchen. Vielleicht bei Trustpilot, wenn der Betrieb online verkauft. Und auf local-index.de, wo Kunden direkt im Profil bewerten. Drei Orte, drei Durchschnitte, drei Posteingänge — und ein Interessent, der sich fragt, welches Bild stimmt.

Deshalb lassen sich Google- und Trustpilot-Bewertungen in Ihr Profil holen. Sie erscheinen dann neben den eigenen, mit Quellenangabe, und laufen im Dashboard in einem gemeinsamen Posteingang zusammen. Dieser Beitrag erklärt, was das bedeutet, warum das für Leser fairer ist und was Sie dafür tun müssen.

Wie der Import funktioniert

Der Import beginnt mit der Verknüpfung Ihres Kontos. Im Dashboard unter Bewertungen finden Sie für Google und Trustpilot jeweils eine Schaltfläche zum Verbinden. Sie werden zur jeweiligen Plattform weitergeleitet, melden sich dort mit Ihrem Geschäftskonto an und erlauben local-index.de den Zugriff auf Ihre Bewertungen. Ihr Passwort wird dabei nicht an local-index.de übergeben; die Plattform stellt eine Berechtigung aus, die Sie jederzeit widerrufen können.

Nach der Verknüpfung werden die vorhandenen Einträge abgerufen und in den Posteingang übernommen. Neue kommen bei den folgenden Abrufen hinzu; bereits bekannte werden aktualisiert, nicht dupliziert. Wenn ein Kunde seine Google-Bewertung ändert, ändert sie sich hier ebenfalls.

Was Sie dazu brauchen:

  • Für Google: ein Google-Unternehmensprofil, bei dem Sie als Inhaber oder Verwalter eingetragen sind. Das ist für die meisten Betriebe der Fall.
  • Für Trustpilot: ein Geschäftskonto mit Zugang zur Schnittstelle. Trustpilot stellt diesen Zugang nur im Rahmen eines kostenpflichtigen Geschäftsplans bereit; ein kostenloses Profil reicht dafür nicht aus. Wenn Sie kein solches Konto haben, lassen Sie diesen Schritt einfach aus.

Der gemeinsame Posteingang

Im Posteingang stehen alle Einträge in einer Liste, neueste zuerst, jeder mit einem Hinweis auf seine Herkunft. Sie müssen nicht mehr drei Seiten aufrufen, um zu wissen, was in der letzten Woche geschrieben wurde.

Auf Google-Bewertungen antworten Sie direkt aus dem Posteingang; die Antwort wird an Google übertragen und erscheint dort unter dem Eintrag. Für Trustpilot gilt das Gleiche, sofern Ihr Konto das Antworten über die Schnittstelle erlaubt. Rückmeldungen auf local-index.de beantworten Sie ohnehin an dieser Stelle.

So entsteht mit der Zeit ein einheitlicher Umgang: gleicher Ton, gleiche Antwortzeit, gleiche Sorgfalt — egal, wo der Kunde geschrieben hat.

Anzeige im öffentlichen Profil

Auf Ihrer Profilseite sehen Besucher die Einträge aller Quellen gemischt, sortiert nach Datum. An jedem importierten Eintrag steht, woher er stammt — Google oder Trustpilot — mit dem Namen des Verfassers, wie ihn die Plattform angibt. Rückmeldungen von local-index.de sind als solche erkennbar.

Die Gesamtwertung oben im Profil, die Sterne und die Anzahl, berücksichtigt alle Quellen. Ein Betrieb mit vierzig Google-Bewertungen und fünf eigenen zeigt also fünfundvierzig, nicht fünf.

«Ein Kunde interessiert sich nicht dafür, auf welcher Plattform Sie gut sind. Er will wissen, ob Sie gut sind.»
— local-index.de Redaktion
Öffentliches Firmenprofil mit einer Bewertungsliste, jede Bewertung mit kleinem Quellenhinweis
Jede Bewertung trägt ihre Quelle — Leser wissen, woher sie stammt.

Warum ein Gesamtbild fairer ist

Ein Betrieb, der seit Jahren bei Google gut bewertet wird, aber gerade erst ein Profil auf local-index.de hat, stünde ohne Import mit null Einträgen da — neben einem Wettbewerber, der zufällig zwei Kunden zum Schreiben gebracht hat. Das sagt nichts über die Qualität, sondern nur über den Zeitpunkt.

Umgekehrt hilft der Import auch Lesern. Eine einzelne Plattform kann verzerrt sein: Bei Google äußern sich eher Laufkunden, bei Trustpilot eher Online-Käufer, auf local-index.de Kunden, die den Betrieb gezielt gesucht haben. Erst zusammen ergibt sich ein Bild, das zur Realität passt. Und weil jeder Eintrag seine Quelle trägt, kann jeder Leser selbst gewichten.

Für Sie bedeutet das: Was Sie an anderer Stelle an Vertrauen aufgebaut haben, geht nicht verloren, sobald jemand Sie hier findet.

Was der Betrieb tun muss — und was nicht

Zu tun:

  • Das Google-Konto einmal verknüpfen; das dauert wenige Minuten.
  • Bei Trustpilot prüfen, ob Ihr Geschäftskonto den Zugang enthält, und dann ebenfalls verknüpfen.
  • Regelmäßig in den Posteingang schauen und antworten — bei allen Quellen mit dem gleichen Ton.
  • Die Verknüpfung erneuern, wenn das Dashboard das anzeigt; Berechtigungen laufen nach längerer Zeit ab.

Nicht zu tun:

  • Einträge von Hand kopieren. Das ist unnötig und, ohne Zustimmung der Verfasser, auch nicht zulässig.
  • Einträge auswählen. Der Import holt alle, auch die kritischen. Wer nur die guten zeigen wollte, würde genau das Vertrauen verspielen, das ein Gesamtbild schafft.
  • Kunden bitten, dieselbe Rückmeldung auf mehreren Plattformen abzugeben. Das bläht Zahlen auf und wird von Lesern als Doppelung erkannt.
  • Die anderen Portale vernachlässigen. Google und Trustpilot bleiben, was sie sind; Sie pflegen Ihre Daten dort wie bisher.

Wenn Sie eine Verknüpfung trennen, werden keine neuen Einträge mehr abgerufen. Die bereits importierten bleiben zunächst erhalten, damit Ihr Profil nicht plötzlich ohne Historie dasteht.

Fazit

Bewertungen sind über Plattformen verteilt; Ihr Ruf ist es nicht. Für den Start:

  • Google-Unternehmensprofil im Dashboard unter Bewertungen verknüpfen.
  • Trustpilot nur, wenn ein Geschäftskonto mit Schnittstellenzugang vorhanden ist.
  • Nach dem Import einmal durch den Posteingang gehen und offene Einträge beantworten.
  • Im Profil prüfen, ob Gesamtwertung und Quellenangaben so erscheinen, wie Sie es erwarten.
  • Den Posteingang in den Wochenrhythmus aufnehmen, den Sie ohnehin für Rückmeldungen haben.