Feiertage, Urlaub, Betriebsferien: saisonale Pflege rechtzeitig planen
Wer Ausfallzeiten vorab ins Profil einträgt, erspart Kunden vergebliche Anrufe und sich selbst schlechte Bewertungen.

Ein Betrieb, der Anfang August für zwei Wochen schließt, hat das in der Regel gut organisiert: Kunden sind informiert, laufende Aufträge abgeschlossen, das Telefon ist auf Anrufbeantworter geschaltet. Nur eine Stelle wird dabei häufig übersehen — das Firmenprofil im Branchenbuch, das weiterhin 'geöffnet' anzeigt.
Für Suchende ist das Profil die erste Anlaufstelle. Wer dort liest, dass der Betrieb erreichbar ist, ruft an oder fährt hin. Die Enttäuschung, vor einer geschlossenen Tür zu stehen, ist vermeidbar, wenn saisonale Ausfälle als Teil der Jahresplanung behandelt werden.
Ein Jahreskalender für das Profil
Die meisten Ausfallzeiten stehen lange vorher fest. Gesetzliche Feiertage kennt jeder, Betriebsferien werden Monate im Voraus beschlossen, und wer Brückentage nutzt, weiß das spätestens im Januar. Es spricht also nichts dagegen, das ganze Jahr einmal durchzugehen und alle Termine zu notieren, an denen das Profil angepasst werden muss.
Ein solcher Kalender enthält typischerweise:
- Gesetzliche Feiertage Ihres Bundeslandes — mit den regionalen Unterschieden, etwa Fronleichnam oder Reformationstag.
- Brückentage, an denen der Betrieb geschlossen bleibt oder nur eine Notbesetzung hat.
- Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, in der viele Handwerksbetriebe, Praxen und Büros komplett schließen oder verkürzt arbeiten.
- Ostern, häufig mit dem Karfreitag als zusätzlichem freien Tag und Sonderzeiten am Samstag.
- Betriebsferien im Sommer, meist ein bis drei Wochen.
- Interne Termine wie Inventur, Fortbildungstage oder Betriebsausflug.
Weihnachten und Ostern verdienen besondere Aufmerksamkeit
Rund um die Feiertage suchen Menschen anders als sonst. Der Heizungsausfall am 27. Dezember, die Gastronomie-Reservierung für den Ostersonntag, der Blumenstrauß am Tag vor dem Fest — in diesen Momenten ist die Frage 'Wer hat gerade offen?' dringlicher als im übrigen Jahr. Ein Profil, das dann korrekte Angaben macht, hebt sich deutlich ab.
So tragen Sie Ausfallzeiten ein
Die Öffnungszeiten im Profil sind pro Wochentag hinterlegt. Für eine Schließung ändern Sie die betroffenen Tage entsprechend — ein leerer Tag wird als geschlossen angezeigt. Bei Betriebsferien von zwei Wochen leeren Sie also alle Werktage für diesen Zeitraum.
Wichtig ist der Zeitpunkt der Änderung: Nehmen Sie sie am letzten Arbeitstag vor der Pause vor, nicht schon eine Woche vorher. Sonst signalisiert das Profil 'geschlossen', während Sie noch voll erreichbar sind.
Der Notdienst-Hinweis
Nicht jeder Betrieb kann während der Ferien komplett abtauchen. Ein Sanitärbetrieb, eine Tierarztpraxis oder ein Schlüsseldienst haben häufig eine Vertretung oder eine Notrufnummer. Diese Information gehört gut sichtbar ins Profil:
- Ergänzen Sie in den Kontaktdaten eine zusätzliche Telefonnummer mit einer klaren Bezeichnung, etwa 'Notdienst (nur während der Betriebsferien)'.
- Nennen Sie im Bereich 'Über uns' den Zeitraum und die Vertretung in ein bis zwei Sätzen.
- Falls ein Kollegenbetrieb übernimmt, erwähnen Sie ihn namentlich — Kunden wissen das zu schätzen.
Wer keinen Notdienst anbietet, schreibt das ebenso deutlich hin. 'Wir sind vom 4. bis 18. August nicht erreichbar und melden uns danach auf alle Anfragen' ist ehrlicher als Schweigen und erspart Suchenden das Rätselraten.
«Ändern Sie das Profil am letzten Arbeitstag vor der Pause und stellen Sie es am ersten Arbeitstag danach zurück — beides gehört auf die Checkliste, nicht ins Gedächtnis.»

Nach dem Urlaub zurückstellen
Der häufigste Fehler passiert nicht vor der Pause, sondern danach. Die Betriebsferien sind vorbei, die Werkstatt läuft wieder, aber das Profil zeigt noch die geleerten Tage. Für den Filter 'jetzt geöffnet' ist der Betrieb damit weiterhin unsichtbar — und niemand im Team bemerkt es, weil das Telefon ja trotzdem hin und wieder klingelt.
Ein leeres Profil nach dem Urlaub ist schlimmer als ein volles Profil während des Urlaubs. Im zweiten Fall verärgern Sie einige Anrufer für zwei Wochen; im ersten Fall verlieren Sie Kunden, bis es jemandem auffällt — und das kann Monate dauern.
Die Erinnerung im eigenen Kalender
Die verlässlichste Lösung ist unspektakulär: Tragen Sie in den Kalender, den Sie ohnehin täglich nutzen, zwei Termine ein. Einen für den Tag vor der Schließung mit dem Hinweis 'Profil auf geschlossen setzen', einen für den ersten Arbeitstag danach mit 'Profil zurückstellen'. Wer für die Betriebsferien einen Ordner oder eine Checkliste hat, ergänzt dort beide Punkte.
Bewährt hat sich außerdem, eine zweite Person einzuweihen. Wenn die Inhaberin die Änderung vergisst, weiß der Büromitarbeiter, wo er nachsehen muss. Das Dashboard ist so aufgebaut, dass die Öffnungszeiten ohne Vorkenntnisse angepasst werden können.
Fazit
Saisonale Ausfälle sind planbar, und geplante Dinge lassen sich ohne Stress erledigen. Der Aufwand pro Termin liegt bei wenigen Minuten — der Nutzen ist ein Profil, dem Suchende vertrauen können.
- Gehen Sie einmal im Jahr alle Feiertage, Brückentage und Ferienzeiten durch und notieren Sie die Änderungstermine.
- Setzen Sie für jeden Zeitraum zwei Kalendereinträge: einen zum Schließen, einen zum Zurückstellen.
- Hinterlegen Sie bei längeren Pausen eine Notdienstnummer oder einen klaren Hinweis, dass keine Erreichbarkeit besteht.
- Prüfen Sie nach der Rückkehr als Erstes das Profil, bevor der Alltag wieder losgeht.
- Benennen Sie eine zweite Person, die im Zweifel einspringt.
So bleibt das Profil ein verlässlicher Wegweiser — auch dann, wenn der Betrieb selbst gerade Pause macht.


